Unfallursachen

Bei der Ursachenforschung tauchen verschiedenste Gründe auf, häufig ist ein Ertrinkungsunfall auf eine Verknüpfung von mehreren Ursachenfaktoren zurückzuführen.

Potenzielle Unfallursachen sind z.B.:

  • Fehlendes Risikobewusstsein der Erwachsenen und Kinder
  • Fehleinschätzung der Leistungsfähigkeit und Fertigkeiten
  • Nachahmungseffekte
  • Möglichkeit des unbemerkten Zugangs zum Schwimmbad/Teich
  • Vernachlässigung der Aufsichtspflicht
  • Unübersichtliche örtliche Bedingungen
  • Ungeeignete Schwimmgeräte bzw. unsachgemäße Anwendung (z.B. Auftriebshilfen, Spielgeräte)

Das Wasser hat eine faszinierende Wirkung, der Eltern und Kinder häufig blindlings folgen, ohne sich möglicher Gefahren bewusst zu sein. Aufsichtspersonen, die mit Kindern am, im oder auf dem Wasser sind, müssen vorausschauend Gefahrenpunkte (Gefahrstellenanalyse) ausmachen und die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen planen. Dabei darf sich die Wassersicherheit nicht auf einmalige und sporadische Aktionen beschränken, sondern muss jederzeit durch konsequente Verhaltensregeln gewährleistet sein.

Wir wissen, es besteht eine direkte Beziehung zwischen der Schwimmfähigkeit der Menschen und der Anzahl der Ertrinkungsfälle. Auf einen kurzen Nenner gebracht heißt die Formel: Je mehr Menschen schwimmen können, desto weniger verlieren ihr Leben im Wasser. Deshalb rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft allen Eltern, ihre Kinder frühzeitig für einen Schwimmkurs anzumelden.

Beachten Sie bitte, Kinder sind erst dann wassersicher, wenn sie:

  • sich unter Wasser genauso gut zurecht finden wie über Wasser
  • 15 Minuten ohne Halt und ohne Hilfen im tiefen Wasser schwimmen können
  • auf dem Rücken genauso gut schwimmen können wie auf dem Bauch
  • mehrere Sprünge beherrschen
  • beim Wasserschlucken nicht anhalten müssen